Syndrome der allgemeinen Ernährungsberatung und deren Therapiestrategie 

Die entwickelten Ernährungsempfehlungen sind aus den Empfehlungen der Ernährungsempfehlungen der Hildegard van Bingen sowie Naturmedizinischen Erkenntnissen.

Blähungen
CHEMO
Depressionen
Durchblutungsstörung
Durchfall
Erschöpfungssyndrom
Frauenbeschwerden
Grippaler Infekt
Histaminintoleranz
Hitzewallungen
Infekte und Abwehrschwäche
KREBS
Lymphödem
Mangelnder Appetit
Operation (Wundheilung)
Pilzbefall
Rauchentwöhnung light
Schilddrüsenunterfunktion
Schlaflosigkeit
Schmerzen
STRAHLENTHERAPIE
Trockene Mundschleimhaut
Übelkeit und Erbrechen
Veränderung des Geschmacksinns

 

 Blähungen

Trinken Sie bevorzugt Fenchel-, Kümmel- oder Anistee. Auch das Kauen von Fenchel-, Kümmel- und Aniskörnern kann helfen. Essen Sie Kompotte, Mus, gedünstetes Obst oder Dosenobst mit dem mit Wasser verdünnten Saft. Gemüsesorten wie Spinat, Mangold, Spargel, Karotten, Zucchini u. ä, werden im Allgemeinen gut vertragen. Meiden Sie Blähendes, v. a. Kraut, Sauerkraut, Kohl, Kohlrabi, Karfiol, Brokkoli, Fisolen, Erbsen, Bohnen, Linsen, Lauch, Knoblauch, Zwiebeln, Rettich, Radieschen, Paprika, Gurken, Pilze und rohe Tomaten. Essen Sie kein Trockenobst wie Dörrpflaumen o. Ä. Essen Sie kein frisches Brot und Gebäck. Trinken Sie keine kohlensäurehaltigen Getränke wie z. B. Limonaden, Bier oder Mineralwasser. Zuckeraustauschstoffe und Sorbit führen im Einzelfall zu Blähungen. Bohnenkaffee oder starker Schwarztee können blähend wirken. Vollmilch kann im Einzelfall Blähungen oder Durchfall hervorrufen. Ersatzweise sollte in diesem Fall daher laktosefreie Milch, Soja- oder Reismilch verwendet werden. Speisen mit Topfen, Joghurt und Käse werden im Allgemeinen gut vertragen. Vermeiden Sie Mahlzeiten mit stark und lange erhitztem Fett wie bei gebackenen Speisen, z.B. Wiener Schnitzel u. Ä.

  
 CHEMO

Bei der Chemotherapie steht Quantität vor Qualität, um der oftmals auftretenden Mangelernährung entgegenzuwirken. Eine gesunde, ausgewogene Mischkost soll dabei alle notwendigen Nährstoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe liefern, wobei besonders auf die ausreichende Eiweißzufuhr geachtet werden muss.
Wichtig ist, eine leichte verträgliche Kost mit Betonung auf gut und leicht resorbierbare Kohlenhydrate zu sich zu nehmen. Energie- und nährstoffreiche Trinknahrungen, die es mittlerweile in vielen unterschiedlichen Geschmacksrichtungen gibt, können eingesetzt werden. Zur Energieanreicherung ist das Untermischen eines geschmacklich kaum wahrzunehmenden Kohlenhydratpulvers (Maltodextrin) unter fast alle Speisen möglich, auch das Einrühren von Sahne in vorbereitete Getränke und Nahrungsmittel kann zusätzliche Kalorien zuführen. Insgesamt sollte die Ernährung nach der individuellen Verträglichkeit zusammengestellt werden.

  
 Depressionen

Eiweißreiche Lebensmittel wie z.B. Fisch oder Milch- und Milchprodukte und leicht resorbierbare Kohlenhydrate können die Beschwerden lindern. Möglichst viel Tageslicht und Bewegung. Eine gesunde, ausgewogene Mischkost liefert alle wichtigen Nährstoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe und versorgt den Körper ausreichend, sodass ev. bestehende Mangelzustände ausgeglichen werden. Schokolade oder Bananen sind Lebensmittel, denen ein stimmungsaufhellender Effekt nachgesagt wird – trotzdem sollten sie wegen ihres hohen Energiegehalts nur in Maßen konsumiert werten.

  
 Durchblutungsstörung

Bei der Behandlung von Durchblutungsstörungen ist zu unterscheiden zwischen: akuten Beschwerden, die einen medizinischen Notfall darstellen und im Krankenhaus behandelt werden müssen und länger bestehende Beschwerden, die durch Umstellung der Lebensgewohnheiten wie der Ernährung und Bewegung, durch rezeptfreie Medikamente oder ärztliche Maßnahmen behandelt werden.

  
 Durchfall

Bei Durchfall steht die ausreichende Flüssigkeitszufuhr im Vordergrund, um die krankheitsbedingten Verluste auszugleichen. Bevorzugen Sie elektrolythaltige Getränke, Schwarztee (mind. 15 Minuten ziehen lassen!) oder klare Rindsuppe. Empfohlene Teesorten sind v. a. grüner Tee, Schwarz-, Pfefferminze-, Kamillen und Fencheltee oder Tee aus getrockneten Heidelbeeren. Zu den stopfenden Lebensmitteln und Speisen zählen Hafer- oder Reisschleimsuppen, gekochter Reis, altbackenes Weißbrot, getoastete Semmeln, Zwieback. Zwar wird auch der Schokolade mit > 70 % Kakaogehalt eine stopfende Wirkung nachgesagt, diese ist aber aufgrund ihres hohen Fettgehaltes eher zu meiden.

  
 Erschöpfungssyndrom

Viel Ruhe und genügend Schlaf sind wichtig. Schlafen Sie aber nicht zu viel, denn dies kann die Fatigue verschlimmern. Versuchen Sie sich mit Tätigkeiten, die Sie gerne tun, abzulenken. Bleiben Sie soweit als möglich aktiv und denken Sie positiv. Planen Sie wichtige Aktivitäten für die Zeiten am Tag ein, an denen Sie besonders viel Energie haben. Nehmen Sie Hilfe in Anspruch. Lassen Sie sich möglichst viele Aufgaben von Familienmitgliedern, Freunden oder Pflegekräften abnehmen. Ablenkung und Unterhaltung: Versuchen Sie trotz Ihrer Beschwerden den Kontakt zu Freunden und der Familie aufrecht zu erhalten. Reden Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Müdigkeit. Um wieder zu Kräften zu kommen, ist eine ausgewogene Ernährung wichtig. Auch wenn Sie vielleicht keinen Appetit haben, nehmen Sie häufig kleine Mahlzeiten zu sich. Haben Sie eine nachgewiesene Blutarmut (Anämie), benötigt Ihr Körper Eisen und Vitamine (Vitamin C, B12, Folsäure). Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich. Aus der TCM ist der Reishi-Pilz eine Möglichkeit einen positiven Einfluss auf die Erkrankung zu nehmen.

  
 Frauenbeschwerden

Vitaminreiche Ernährung mit ausreichend Spurenelementen. Sportliche Betätigung und Entspannungsübungen wirken sich vorteilhaft aus bei Menstruationsbeschwerden.
Warme Umschläge mit entspannenden Ölen wirken positiv.

  
 Grippaler Infekt

Pro Tag sollten zur ausreichenden Vitamin- und Mineralstoffversorgung fünf Obst oder Gemüseportionen möglichst abwechslungsreich gegessen werden. Erwachsene sollten rund 600 g Obst und Gemüse, zum Beispiel drei mal eine Portion Gemüse und zwei mal eine Portion Obst zu sich nehmen. Ausdauertraining bei entsprechenden Pulsfrequenzen stärkt das Immunsystem. Bewegung und frische Luft helfen die Durchblutung anzuregen, die Abwehrkräfte werden auf natürliche Art gestärkt. Warm anziehen lautet die Devise: Der Körper gibt über den Kopf die meiste Wärme ab, eine Mütze oder eine Kapuze helfen warm zu halten. Tees regen das Immunsystem an. Besonders geeignet sind Teesorten wie Ingwer-, Holunder- oder Lindenblütentee. Vitamin C stärkt das Immunsystem. Ausreichend viel Schlaf und Vermeidung von Stress tragen zur Stärkung des Immunsystems bei. Trockene Heizungsluft durch Verdunster sollte vermieden werden.

  
 Histaminintoleranz

Die histaminarme Diät ist notwendig, um die Diagnose Histamin-Intoleranz zu bestätigen. Mittels der Auslass-Diät kann auch die individuelle Toleranzgrenze für Histamin ermittelt werden, da die Grenzwerte bei jedem Menschen unterschiedlich sind. Dabei steht im Vordergrund, den Histamingehalt in der Nahrung auf ein verträgliches Maß zu reduzieren, um so eine weitestgehende Beschwerdefreiheit zu erreichen. Es empfiehlt sich folgendes Vorgehen: Zu Beginn der Diät sollten für mindestens einen Monat konsequent alle histaminreichen Speisen gemieden werden. Haben sich die Beschwerden dann weitestgehend gebessert und der Verdacht der Histamin-Intoleranz erhärtet, kann man die individuelle Toleranzgrenze ermitteln.

  
 Hitzewallungen

Ausreichende, hochwertige Eiweißzufuhr, Flüssigkeitszufuhr lt. Anweisung des behandelnden Arztes, salzarm, phosphatarm, kaliumarm. Statt Salz werden Kräuter und Gewürze verwendet. Um einem vermehrten Eiweißabbau entgegenzuwirken sollte der Dialysepatient auch auf eine ausreichende Energiezufuhr achten – der Energiequotient sollte dabei bei 35 – 40 kcal pro kg Körpergewicht liegen. Der Anteil der Fette als Energiequelle sollte etwa 35 – 40 Prozent, der Kohlehydrate ca. 40 - 50 Prozent und der Eiweiße etwa 15 bis 20 Prozent betragen.
Obst und Gemüse aus Konserven enthalten halb so viel Kalium wie frisches Obst oder Gemüse. Ebenso ist der Kaliumgehalt von Tiefkühlkost wesentlich geringer als der frischer Nahrungsmittel. Kaliumreduktion durch "Wässern": Kartoffeln oder Gemüse werden kleingeschnitten und über Nacht in der zehnfachen Wassermenge gewässert bzw. es wird das (warme) Wasser mehrfach gewechselt. Gekocht werden sollte mit viel Wasser ohne dass dieses Kochwasser anschließend weiter verwendet wird. Durch diese Maßnahmen kann der Kaliumgehalt in Gemüse um bis zu 2/3 gesenkt werden.
Die Eiweißzufuhr für Dialysepatienten sollte vor allem biologisch hochwertiges Eiweiß enthalten wie Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukte.

  
 Infekte und Abwehrschwäche
Trinken Sie zur ausreichenden Vitamin- und Mineralstoffversorgung frisch gepresste Obst- und Gemüsesäfte. Rohmilch direkt vom Bauernhof sollte unbedingt erhitzt werden. Waschen Sie bewusst Ihre Hände vor dem Zubereiten der Mahlzeiten und vor dem Essen. Verwenden Sie kein Schneidebrett aus Holz, v.a. bei der Zubereitung von Hühnerfleisch. Sorgen Sie für ausreichende Ruhe- und Schlafpausen.
  
 KREBS

Immunsystem stärken, freie Radikale senken, vitamin- und mineralstoffreiche Lebensmittel verwenden. Ernährungsgewohnheiten so gestalten, dass sie die auftretenden Symptome lindern. Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr.

  
 Lymphödem

Grundsätzlich ist eine gesunde, ausgewogene Mischkost mit Hauptaugenmerk auf die ausreichende Eiweißzufuhr zu bevorzugen. Vermeiden Sie aber Speisen und Getränke mit hohem Natriumgehalt – schränken Sie daher auch Ihre Kochsalzzufuhr ein, da es die Stauung verstärken kann. Die Bedeutung des Verzehrs mehrfach ungesättigter Fettsäuren ist noch nicht so abgesichert, um spezielle Empfehlungen zur Fettmenge und Fettart geben zu können, in Einzelfällen hat sich der Einsatz von MCT-Fetten aber als hilfreich erwiesen. Diese sind im Reformhaus erhältlich.

  
 Mangelnder Appetit

Bewegen Sie sich vor dem Essen möglichst an der frischen Luft. Essen Sie immer dann, wenn Sie Lust dazu haben. Versuchen Sie einen persönlichen Essrhythmus zu finden. Meiden Sie große Essmengen. Nehmen Sie lieber mehrere kleinere Mahlzeiten über den gesamten Tag verteilt zu sich. Dazu eignen sich u.a. verschiedene Suppen wie z. B. Cremesuppen oder klare Suppen mit Einlage. Halten Sie sich Kleinigkeiten wie Salzgebäck, Nüsse, Trockenfrüchte oder Studentenfutter für Zwischenmahlzeiten bereit. Essen Sie möglichst in Gesellschaft bei schöner Tischdekoration, da dies mehr Freude bereitet. Lassen Sie möglichst für sich kochen oder eventuell auch Speisen zustellen. Vermeiden Sie starke Koch- und Speisegerüche im Wohnbereich. Lüften. Decken Sie die Speisen zunächst ab und erst kurz vor dem Servieren wieder auf. Kalte Speisen sind in der Regel geruchsneutral. Würzen Sie Ihre Speisen beim Kochen nur wenig; bei Tisch können Sie nachwürzen. Lindern Sie unangenehmen Geschmack im Mund z. B. durch Fruchtsäfte, Tonic Water oder Bitter Lemon. Trinken Sie ausreichend zwischen den Mahlzeiten aber nicht während des Essens, da die Flüssigkeit den Magen füllt, und damit ein Sättigungsgefühl auslöst. Ein kleiner Aperitif oder Digestif wie Sherry, Campari, Martini u. ä. - ca. eine halbe Stunde vor dem Essen – kann den ersehnten Appetit auslösen bzw. als Verdauungshilfe empfohlen werden.

  
 Operation (Wundheilung)

Zu empfehlen ist eine ausgewogene, energie- und nährstoff- sowie vitamin- und mineralstoffreiche Ernährung. Nach einer Operation muss eine ausreichende Versorgung möglichst schnell erfolgen, denn die intensiven Stoffwechselvorgänge, die bei der Heilung einer Wunde zur Beseitigung zerstörter und zum Aufbau neuer Zellen sowie der Infektionsabwehr einsetzen, benötigen ein hohes Maß an Energie.

  
 Pilzbefall

Reduktion von Zucker und zuckerhältigen Speisen und Getränken, Erhöhung der Ballaststoffzufuhr und dem Verzehr probiotischer Bakterien. Trockenhalten der Hautfalten mit Mullstreifen begünstigt zusätzlich die Heilung. Antimykotika (mykos = Pilz). Es gibt sie als Salben, Cremes, Gele, Lösungen zum Gurgeln oder Einreiben, als Scheidenzäpfchen, Tabletten und Infusion.

  
 Rauchentwöhnung light

Schmackhafte Rezepte mit weniger Kalorien - zum NICH Abnehmen.
Oft beginnt nach dem Aufhören mit dem Rauchen eine erhöhte Kalorienaufnahme. Die Gründe für die schleichende Gewichtszunahme nach einer Rauchentwöhnung sind vielfältig aber wenn die vermutliche Ursache zu viele Kalorien sind, ist es wichtig, schmackhafte Rezepte und kalorienarme Zutaten zu kennen.

Zigarettenrauch ist für den Organismus enorm belastend denn es „raubt“ dem Körper viele wichtige Vitamine und Mineralstoffe welche mit hochwertigen Lebensmitteln wieder dem Körper zurückgeführt werden können.

Statt Schokolade, Süßigkeiten, Kuchen und Keks lieber Trockenfrüchte knabbern. Noch besser wäre, frisches Obst zu essen.
Statt Chips, Snips und Nüssen besser Popcorn oder Soletti knabbern.
"Gemüsesticks“ sind ebenfalls eine gesunde Alternative bzw. Abwechslung

  
 Schilddrüsenunterfunktion
Bei der Ernährungstherapie steht die ausreichende Jodzufuhr mit der Nahrung im Vordergrund. Dieses ist ein essentielles Spurenelement und kommt eigentlich nur in Seefischen und jodiertem Speisesalz vor. Fehlendes Jod kann unter Umständen via Tabletten ergänzt werden.
  
 Schlaflosigkeit

Entspannungsübungen, ein warmes Bad mit Melissen- oder Lavendelöl, eine Honigmilch trinken, sich von ruhiger Musik berieseln lassen. Letztes Essen aber wenigstens eine, besser zwei Stunden vor dem Schlafengehen.

  
 Schmerzen

Ruhigstellung, Kühlung, lokale Wärme, manuelle Lymphdrainage. Serotonin-Bildung fördern. Da Tryptophan die Vorstufe des Serotonins ist, muss darauf geachtet werden, dass dieser Eiweißbaustein dem Gehirn in ausreichender Menge zur Verfügung steht. Daher ist eine eiweißreiche, ausgewogene Ernährung wichtig.

  
 STRAHLENTHERAPIE

Bei der Strahlentherapie ist auf eine ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung zu achten, wobei in der Ernährungstherapie auf die individuell auftretenden Symptome eingegangen werden muss. Weiteres Hauptaugenmerk ist auf die oft auftretende Mangelernährung zu legen. Eine gesunde, ausgewogene Mischkost soll dabei alle notwendigen Nährstoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe liefern, wobei besonders auf die ausreichende Eiweißzufuhr geachtet werden muss.

  
 Trockene Mundschleimhaut

Pfefferminz-, Salbei- oder Zitronentee regen den Speichelfluss besonders an. Bevorzugen Sie stark wasserhaltige Lebensmittel und Obst, Kompotte oder Fruchtmus sowie Speisen, die aufgrund ihrer Viskosität Mund und Speiseröhre leicht passieren können, z.B. Gemüsesaucen, Fleischspeisen mit hohem Saucenanteil, Rührei oder klare Suppen mit Einlage. Kauen Sie wiederholt zuckerfreie Kaugummis. Lutschen Sie Eiswürfel, da dabei die Mundhöhle über längere Zeit gut befeuchtet wird. Das »Ölziehen« wird als sehr angenehm und hilfreich empfunden. Dabei nehmen Sie einen Esslöffel Olivenöl oder ein Stückchen Butter in den Mund und umspülen damit ihre gesamte Mundhöhle. Sie brauchen das Öl natürlich danach nicht zu schlucken. Künstlicher Speichel, der in Apotheke erhältlich ist, verbessert zusätzlich die Gleitfähigkeit Ihrer Schleimhäute.

  
 Übelkeit und Erbrechen
Nehmen Sie am Morgen der Chemotherapie nur eine kleine Mahlzeit zu sich. Durch die Chemotherapie kann es zu verlangsamter Magenentleerung kommen, ein voller Magen führt außerdem leichter zu Übelkeit und Erbrechen. Meist hält der »flaue« Zustand 3-4 Tage an. Diese Tage mit eingeschränkter Energie- und Nährstoffzufuhr hält der Körper gut aus; wichtig ist aber eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Legen Sie sich nach dem Essen möglichst nicht flach hin. Atmen Sie tief und langsam, wenn Sie Übelkeit verspüren. Tragen Sie nur locker passende Kleidungsstücke. Unternehmen Sie möglichst viele Spaziergänge und halten Sie sich häufig im Freien auf.
  
 Veränderung des Geschmacksinns

Bitter schmeckende Getränke wie Tonic Water, Bitter Lemon oder Grapefruitsaft können helfen bzw. lindern. Bei Abneigung gegen Fleisch, Wurst oder Fisch sollten Sie an andere Eiweißquellen wie Eier, Milchprodukte (Joghurt, Topfen), Hülsenfrüchte oder Tofu denken. Verwenden Sie zur Geschmacksaufwertung verschiedenste frische Küchenkräuter wie z.B. Schnittlauch, Petersilie, Oregano. Zur geschmacklichen Korrektur. Lutschen Sie Zitronenbonbons oder verwenden Sie Kaugummis vor dem Essen. Bei Geschmackirritationen durch Essig oder Balsamico probieren Sie Marinaden aus Joghurt oder Zitronensaft. Nach jeder Mahlzeit sollten Sie Mundspülungen durchführen bzw. Ihre Zähne putzen. Im Einzelfall kann auch ein Zinkmangel für Störungen des Geschmacksinns verantwortlich sein. Dagegen könnten evtl. Zinkkapseln helfen.

  

 

 

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