Syndrome der Diätetik und deren Therapiestrategie

Allgemein - Ernährung des Säuglings - Beikost
Allgemein - Ernährung des Säuglings - Säuglingsnahrung
Allgemein - Ernährung im Alter
Allgemein - Ernährung von Kindern und Jugendlichen
Allgemein - Ernährung von Sportlern
Allgemein - Leichte Vollkost
Allgemein - Schwangerschaft
Allgemein - Stillzeit
Allgemein - Vollkost
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - (Hämo-)Dialysebehandlung
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - Akutes Nierenversagen
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - Chronische Niereninsuffizienz
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - Nephrotisches Syndrom
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - Nierensteine (Nephrolithiasis)
Gastrointestinaltrakt - Bauchspeicheldrüse - Akute Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
Gastrointestinaltrakt - Bauchspeicheldrüse - Chronische Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Akute Obstipation (Verstopfung)
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Chronische Obstipation (Verstopfung)
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Colon irritabile
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Divertikulitis
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Erworbene Laktoseintoleranz (Laktosemalabsorption)
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Fruktosemalabsorption
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Glutensensitive Enteropathie (Zöliakie)
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Kolektomie
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Kurzdarmsyndrom
Gastrointestinaltrakt - Leber, Gallenblase, Gallenwege - Akute und chronische Hepatitis (Entzündung der Leber)
Gastrointestinaltrakt - Leber, Gallenblase, Gallenwege - Cholelithiasis (Gallensteine)
Gastrointestinaltrakt - Leber, Gallenblase, Gallenwege - Fettleber
Gastrointestinaltrakt - Leber, Gallenblase, Gallenwege - Leberzirrhose
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Akute Gastritis
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Chronische Gastritis
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Magenblutung
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Zustand nach Magenoperation
Gastrointestinaltrakt - Mundhöhle und Speiseröhre - Mundschleimhautentzündung
Gastrointestinaltrakt - Mundhöhle und Speiseröhre - Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs)
Gastrointestinaltrakt - Mundhöhle und Speiseröhre - Reflüxösophagitis (Sodbrennen)
spezielle Krankheiten - Phenylketonurie (PKU)
spezielle Krankheiten - Rheumatische Gelenkserkrankungen
Stoffwechsel - Adipositas (Übergewicht)
Stoffwechsel - Diabetes mellitus
Stoffwechsel - Essstörungen (Untergewicht)
Stoffwechsel - Fettstoffwechsel - Hypercholesterinämie (erhöhter Cholesterinspiegel)
Stoffwechsel - Herz- und Kreislauf - Arteriosklerose (Arteriosklerose, Arterienverkalkung) und Infakt
Stoffwechsel - Herz- und Kreislauf - Herzinsuffizienz
Stoffwechsel - Herz- und Kreislauf - Hypertonie (Bluthochdruck)
Stoffwechsel - Hyperurikämie und Gicht
veränderter Nährstoffbedarf - bei Fieber
veränderter Nährstoffbedarf - bei malignen Erkrankungen
veränderter Nährstoffbedarf - nach Verbrennungen
veränderter Nährstoffbedarf - Strahlen- und Chemotherapie
Low-Cab-Ernährung

 

Allgemein - Ernährung des Säuglings - Beikost

Säuglingsnahrung (außer Muttermilch und Säuglingsmilch)
In den ersten 4 bis 6 Lebensmonaten ist ausschließliche Milchernährung (Muttermilch, industrielle Säuglingsmilchnahrung) empfehlenswert. Beikostgabe vor dem 5. Lebensmonat und Vielfalt der Lebensmittel in der Beikost erhöhen das Risiko für die Entwicklung einer Allergie.
Ab ca. 6. Monat: Frühkarotte, Kürbis, Zucchini
Ab ca. 7.Monat: Birne, Apfel, Banane, Rindfleisch oder Geflügelfleisch
Ab ca. 8.Monat: Broccoli, Fenchel, Gurke, Lammfleisch, Mais, Dinkel, Hafer, Hirse
Ab ca. 9.Monat: Blumenkohl, Spinat, Wasser- oder Honigmelone
Ab ca.10.Monat: Kohlrabi, Aprikose - Als Fettzusatz ist Rapsöl empfehlenswert
Monat für Monat wird eine Milchmahlzeit durch eine Breimahlzeit abgelöst. Nacheinander werden eingeführt: ein Gemüse-
Kartoffel-Fleisch-Brei, ein Milch-Getreide-Brei und ein Getreide-Obst-Brei.
Der Kalorienbedarf eines Kleinkindes liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung bei ca. 1100 kcal am Tag. Etwas genauer könnte man es auch berechnen, nämlich für Jungs 104 kcal pro kg Körpergewicht am Tag, und die Mädels benötigen 108 kcal pro kg Körpergewicht am Tag.

  
Allgemein - Ernährung des Säuglings - Säuglingsnahrung

Das Baby braucht keine große Auswahl an verschiedenen Geschmacksrichtungen. Man sollte daher frühestens alle 5 Tage einen neuen Geschmack einführen bzw. die Geschmacksrichtungen wechseln. Babykost NICHT salzen, süßen und keine Gewürze zugeben. Für die Babykost eignen sich nur leicht verdauliche Gemüsesorten (Karotten, Zucchini, Kürbis, usw.) und einheimisches Obst (AUSNAHME: Banane). Glutenhältige Getreide und Getreideprodukte (Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Grünkorn) erst ab dem 7. Monat (Zöliakie!).

Alter Trinkmenge ml/Tag
1. Woche 200 bis 300
2. Woche 450 bis 600
3. Woche 500 bis 650
4. Woche 550 bis 700
5. Woche 550 bis 750
6.- 8 Woche 700 bis 850
3.-4. Monat 750 bis 900
5. Monat 700 bis 850
6. Monat 500 bis 600

  
Allgemein - Ernährung im Alter

Mageres Fleisch und magerer Fisch, Milch und Milchprodukte, z. B. fettarme Milch, Joghurt, Kefir, Dickmilch, Molke, Quark, Hüttenkäse, magere Käsesorten, Eier, Sojaprodukte, wie Tofu Hülsenfrüchte, Kartoffeln (in Kombination mit Eiern), kaltgepresste Pflanzenöle (Olivenöl, Sonnenblumenöl, Distelöl), Vollkornprodukte.
Ausreichend Flüssigkeit ist lebensnotwendig.

  
Allgemein - Ernährung von Kindern und Jugendlichen

Empfohlen werden Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte (d.h. einem bezogen auf den Energiegehalt, hohen Gehalt an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen). Diese Lebensmittel sollten etwa 90% des Energie- und Nährstoffbedarfs decken. ca. 2150 kcal/Tag. Vollkornbrot, Nudeln, Kartoffeln, Reis, Kalzium, Eisen und Jod, Getreide, Nüsse, Obst, Gemüse.
Kinder und Jugendliche benötigen oft mehr Mahlzeiten als Erwachsene und sollten etwa fünf Mal am Tag essen.

  
Allgemein - Ernährung von Sportlern

Kohlenhydraten, ca. 60%, Fett maximal 25% Proteinen ca. 15% ca. 5 –6 mal pro Tag kleinere Mahlzeiten. Vollkornprodukte, Nudelgerichte, Kartoffeln, Obst und Gemüse, Milchprodukte, Fisch, Eier, mageres Fleisch, Hülsenfrüchten.
Ein Sportler sollte täglich mindestens 2,5 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen.
Wichtig für den Sportler ist die Koordination des Essens und des Trainings. Auf nüchternen Magen sollte nicht trainiert werden. Speisen, die noch nicht verdaut sind, belasten jedoch ebenfalls und verringern die Trainingsqualität.
Es empfiehlt sich ein bis zwei Stunde vor dem Training:
Weißbrot mit magerem Kräuter-/Topfenaufstrich
Cornflakes mit Milch oder Joghurt
Banane
Grießkoch
Je nach Trainingsdauer und –intensität sollten auch während des Trainings Kohlenhydrate in flüssiger Form zugeführt werden, z.B. in Form von Elektrolytgetränken.
Bei Mahlzeiten, die nicht direkt vor einem Training eingenommen werden, sollte auf eine vollwertige Kost, reich an Vollkornprodukten, Obst- und Gemüse sowie hochwertigem Eiweiß (z.B.: Fisch) geachtet werden.

  
Allgemein - Leichte Vollkost

Die zehn Regeln der DGE beachten. Schmackhaft, aber mild würzen und Kräuter (Geschmack und Optik) verwenden. Entsprechende Zubereitung.
Speisen und Getränke sollen nicht zu heiß und nicht zu kalt sein. Langsam essen und gut kauen, damit der Bissen eingespeichelt und angewärmt wird.

  
Allgemein - Schwangerschaft

Ausreichende Energie- und Nährstoffzufuhr
Calzium-, magnesium-, flour-, eisen-, vitaminreiche Lebensmittel. Viel Flüssigkeit.

  
Allgemein - Stillzeit

Allgemeine vollwertige Ernährung, reich an Eisen und Calcium
Viel trinken fördert die Milchproduktion
Milchfördernde Tees: Anis, Kümmel, Fenchel, Brennnessel

  
Allgemein - Vollkost

Die zehn Regeln der DGE beachten. Vollwertig, bezogen auf Nährstoffe, Wirkstoffe und Energie. Fette mit hohem Anteil an ungesättigten Fettsäuren verwenden. Schmackhaft, aber nicht zu salzig würzen und Kräuter (Geschmack und Optik) verwenden.
Entsprechende Zubereitung.
Speisen und Getränke sollen nicht zu heiß und nicht zu kalt sein. Langsam essen und gut kauen, damit der Bissen eingespeichelt und angewärmt wird. Leichter Kaffee, wenig oder kein Alkohol und Getränke mit wenig oder keinem Zucker.
Individuelle Unverträglichkeiten berücksichtigen.
Hinweise zur Zubereitung von Speisen:
Speisen frisch und fettarm herstellen. Fettarme Kochtechniken: Dünsten, Kochen, Dämpfen, Garen in Folie und im Römertopf. Fette nicht zu stark erhitzen (keine starken Röstprodukte). Speisen müssen durchgegart sein.

  
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - (Hämo-)Dialysebehandlung

Ausreichende, hochwertige Eiweißzufuhr, Flüssigkeitszufuhr lt. Anweisung des behandelnden Arztes, salzarm, phosphatarm, kaliumarm. Statt Salz werden Kräuter und Gewürze verwendet. Um einem vermehrten Eiweißabbau entgegenzuwirken sollte der Dialysepatient auch auf eine ausreichende Energiezufuhr achten – der Energiequotient sollte dabei bei 35 – 40 kcal pro kg Körpergewicht liegen. Der Anteil der Fette als Energiequelle sollte etwa 35 – 40 Prozent, der Kohlehydrate ca. 40 - 50 Prozent und der Eiweiße etwa 15 bis 20 Prozent betragen.
Obst und Gemüse aus Konserven enthalten halb so viel Kalium wie frisches Obst oder Gemüse. Ebenso ist der Kaliumgehalt von Tiefkühlkost wesentlich geringer als der frischer Nahrungsmittel. Kaliumreduktion durch "Wässern": Kartoffeln oder Gemüse werden kleingeschnitten und über Nacht in der zehnfachen Wassermenge gewässert bzw. es wird das (warme) Wasser mehrfach gewechselt. Gekocht werden sollte mit viel Wasser ohne dass dieses Kochwasser anschließend weiter verwendet wird. Durch diese Maßnahmen kann der Kaliumgehalt in Gemüse um bis zu 2/3 gesenkt werden.
Die Eiweißzufuhr für Dialysepatienten sollte vor allem biologisch hochwertiges Eiweiß enthalten wie Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier, Milch und Milchprodukte.

  
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - Akutes Nierenversagen
Eiweißnormierte Kost; biologisch hochwertiges Eiweiß; Kochsalz, Kalium und Phosphor bei Bedarf einschränken; Flüssigkeitszufuhr nach Anweisung des behandelnden Arztes.
  
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - Chronische Niereninsuffizienz

Eiweißnormierte Kost (0,8 g pro kg) unter besonderer Berücksichtigung der biologischen Wertigkeit und der ausreichenden Energiezufuhr;
natrium-, phosphat- und kaliumarme Getränke und Lebensmittel bevorzugen.

  
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - Nephrotisches Syndrom

Eiweißnormierte, natriumarme Kost.
Flüssigkeitszufuhr lt. Anweisung des behandelnden Arztes.
Energiequotient ~ 35 kcal pro kg Körpergewicht;
Verwendung qualitativ hochwertiger Fette und Öle.

  
Eiweiß und Elektrolyt - Nieren - Nierensteine (Nephrolithiasis)

Basis der Ernährungstherapie ist eine ovo-lakto-vegetabile Kost – dh. pflanzliche Lebensmittel sind den tierischen vorzuziehen: Getreide, Bohnen, Gemüse, Nüsse und Früchte. Wichtig ist die ausreichende Flüssigkeitszufuhr und der Verzehr kalziumreicher Nahrungsmittel. Phosphat-, purin- oder oxalsäurehältige Lebensmittel sind je nach Steinart zu meiden.
Empfehlenswerte Getränke: Leitungswasser, Früchte- und Kräutertees, verdünnte Fruchtsäfte, Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt und wenig Natrium.

  
Gastrointestinaltrakt - Bauchspeicheldrüse - Akute Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)

Stufe 1 (nach ärztlicher Verordnung):
Nahrungskarenz: keine orale Nährstoff- und Flüssigkeitszufuhr
Stufe 2 (1. Tag):
Kohlenhydrate: gesüßter Tee, Zwieback, Schleimsuppe
Stufe 3 (2. - 4. Tag):
fettarmes Protein: Magermilchprodukte, Weißbrot, Fleisch und Fisch (fettarm) fettlos zubereitet
Stufe 4 (5. - 7. Tag):
Ballaststoffe: ballaststoffreiche Lebensmittel, Kartoffeln, Gemüse, größere Portionen
Stufe 5 (8. - 15 Tag):
Fettzulage in kleinen Portionen: Käse (fettarm), Ei, Fleisch und Fisch
Stufe 6 (16. - 21 Tag):
leichte Vollkost: fein vermahlene Vollkornprodukte, keine Rohkost, keine blähenden Gemüse und Hülsenfrüchte; 6 – 8 kleine Mahlzeiten, die schonend zubereitet sein sollten: Garen und Dünsten, Braten mit wenig Fett.
Nach dem Abklingen der Symptome wird in der Regel eine leichte Vollkost oder Normalkost verordnet.

  
Gastrointestinaltrakt - Bauchspeicheldrüse - Chronische Pankreatitis (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)

Leichte Vollkost; nur fein vermahlene Vollkornprodukte, keine Rohkost, keine blähenden Gemüse und Hülsenfrüchte; 6 – 8 kleine Mahlzeiten, die schonend zubereitet sein sollten: Garen und Dünsten, Braten mit wenig Fett.
Nach dem Abklingen der Symptome wird in der Regel eine sogenannte leichte Vollkost verordnet.
Die Nahrung sollte kohlenhydratreich sein, ausreichend essenzielle Fettsäuren enthalten und auf kleine Mahlzeiten aufgeteilt werden.

  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Akute Obstipation (Verstopfung)

Körperliche Bewegung ist besonders wichtig. Auch gezielte Bauchmassage (Massieren in kreisförmigen Bewegungen im Uhrzeigersinn, wobei im Unterbauch rechts begonnen wird) kann Wirkung zeigen. Nehmen Sie möglichst ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornbrot mit fein vermahlenem Mehl, Vollkorntoast, Grahambrot, Vollreis, Vollkornnudeln, Müsli, Obst, Salat und Gemüse je nach persönlicher Verträglichkeit zu sich. Meiden Sie stopfende Lebensmittel wie Banane, Reis, Schokolade, Kakao, Heidelbeeren, Rotwein, Schwarz- und Grüntee. Trinken Sie morgens gleich nach dem Aufstehen ein Glas kaltes oder lauwarmes Wasser auf nüchternen Magen. Essen Sie einmal täglich ein gesäuertes Milchprodukt wie Joghurt, Kefir, Acidophilusmilch, Butter- oder Sauermilch. Auch die Beimengung von Floh- oder Leinsamen ist sinnvoll. Sie sollten dabei aber beachten, dass zusätzlich 1/4 l Wasser als Trinkmenge nötig wird.
Geben Sie jedem Bedürfnis, sich entleeren zu wollen, nach und nehmen Sie sich dafür Zeit. Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach löslichen Ballaststoffen bzw. besprechen Sie eine mögliche Einnahme von Magnesium mit Ihrem Arzt.

  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Chronische Obstipation (Verstopfung)
Ballaststoffreiche Kost, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Eingelegte Pflaumen, Feigen und Aprikosen, Kleie (mit viel Flüssigkeit), Leinsamen (mit viel Flüssigkeit), Rhabarber, Sauerkraut, Rote Bete (auch als Saft erhältlich), Indischer Flohsamen, Vollkornteigwaren, Vollreis, Hirse, Hafer, Vollkornmüsli, Knollengemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Birnen, Pfirsiche, Kirschen, Dörrobst, Feigen, Vollkornbrot.
  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Colon irritabile

Angegriffene Darmschleimhaut aufbauen, leichtverdauliche Nahrung, Astronautenkost
Die Therapie des Reizdarm-Syndroms besteht gegenwärtig darin, die Beschwerden zu lindern - eine dauerhafte Heilung ist noch nicht möglich. Die Behandlung umfasst grundsätzlich drei Bausteine: Medikamente, psychotherapeutische Behandlung und die Ernährung.
Beginnen Sie den Tag mit einem ausgewogenen Frühstück - zum Beispiel bestehend aus Vollkornbrot, Müsli und frischem Obst. Vermeiden Sie hingegen „fleischiges und fettiges“, wie Speck oder Wurst zum Frühstück, denn das enthält gesättigte Fettsäuren, die größten Feinde eines niedrigen Cholesterinspiegels. Eier sind sehr cholesterinhaltig – ein „Sonntagsfrühstücksei“ ist aber erlaubt.
Allgemein gelten die Regeln der normalen vollwertigen Ernährung. Die Ernährung sollte an die Symptome angepasst werden. Hilfreich kann auch ein regelmäßiger Tagesablauf mit regelmäßigen Essenszeiten sein.

  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Divertikulitis

Die Therapie der Divertikulitis besteht zuerst in Nahrungskarenz. Zur Linderung der Beschwerden hat sich eine ballaststoffreiche Ernährung bewährt.
Empfehlenswert sind vor allem Getreideballaststoffe. Sie sind beispielsweise enthalten in Vollkornbrot, Kleie und Müslimischungen. Da fertigen Müslimischungen meist Zucker zugesetzt ist, empfiehlt es sich, das Müsli selbst herzustellen. Auch Nüsse und Mandeln passen gut in Ihren Speiseplan. Besonders gesund sind für Sie darüber hinaus Kartoffeln, Obst, Salat und Gemüse, vor allem Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen), denn sie enthalten viele Ballaststoffe. Wenn Sie bislang wenig Vollkornprodukte gegessen haben, muss sich Ihr Darm erst an die Ernährungsumstellung gewöhnen.
Während der Übergangszeit - sie dauert etwa eine Woche - kann es vorübergehend zu leichten Leibschmerzen und Blähungen kommen.
Weiterhin sollten Sie möglichst viel trinken, mindestens 2 Liter am Tag! Dies unterstützt Ihre Verdauung zusätzlich.
Milch- und Fruchtsäure (enthalten beispielsweise in Joghurt oder Äpfeln) dagegen fördern die Darmtätigkeit.
Auch Bewegung empfiehlt sich um die Darmtätigkeit anzuregen.
Problematisch in der Ernährung sind unverdauliche Körner und Kerne, wie Leinsamen, Himbeerkerne usw., da sich diese schwer kauen lassen und sich dann in den Divertikeln verfangen können und so Entzündungen auslösen.

  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Erworbene Laktoseintoleranz (Laktosemalabsorption)

Das Prinzip der Ernährungstherapie besteht in der Einschränkung bzw. Verzicht beim Verzehr von Milch und –produkten sowie von Lebensmitteln, die solche enthalten. Obwohl Sauermilchprodukte (Joghurt, Dickmilch, Kefir etc.) relativ große Mengen Milchzucker enthalten (siehe Laktosegehalt von Lebensmitteln), werden sie häufig gut vertragen. Grund hierfür sind die Milchsäurebakterien, die größere Mengen Milchzucker abbauen. Joghurt u.s.w. werden folglich besser vertragen, wenn sie schon etwas alter sind und die Bakterien bereits mehr Zeit gehabt haben, um den Milchzucker abzubauen.
Ähnliches gilt für die Verträglichkeit vieler Käsesorten, da der Milchzucker bei der Käseherstellung durch Fermentation weitgehend abgebaut wird. Es ist für die Ernährungspraxis von Bedeutung, wenn Sauermilch- und Käseprodukte verzehrt werden können, da hierdurch zumindest ein Teil des Calciumbedarfs gedeckt wird. Außerdem sorgen Sauermilchprodukte für eine gut funktionierende Darmflora.
Als Ersatz zu herkömmlicher Milch und Milchprodukten können laktosefreie Produkte gewählt werden (hier wurde der Zucker schon gespalten) oder Soja-, Reis- und Hafermilchprodukte. Schaf-, Ziegen- und Stutenmilch enthalten ebenfalls Laktose.
Auch in Wurst, Fertigprodukten und Medikamenten kann Laktose als Bindemittel enthalten sein.

  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Fruktosemalabsorption

Meiden von fruchtzuckerhaltigen Nahrungsmitteln, z.B. bestimmte Obstsorten mit hohem Anteil an Fruchtzucker, Fruchtsäfte
Meiden von Sorbit, weil die Fruchtzuckerresorption dadurch blockiert wird
Eventuell Meiden von milchzuckerhaltigen Nahrungsmitteln, da Milchzuckerintoleranz oft mit der Krankheit zusammen auftritt.
Allgemeine Empfehlungen
Fruchtzucker zusammen mit Traubenzucker verzehren, um die Aufnahme des Fruchtzuckers zu verbessern. Fruchtzucker erst nach einer reichhaltigen Mahlzeit verzehren. Lebensmittel mit Fruchtzuckergehalt langsam verzehren, z.B. Saft verdünnen oder kleine Schlucke einnehmen. Meiden von Fertiggerichten, die Milchzuckerpulver als Träger oder mit Fruchtzuckeraustauschstoffe (Sorbit, Isomalt, Mannit, Xylit etc.) zubereitet werden können.
Bekömmliche Zubereitung der Speisen wie Dünsten, Dämpfen, vorziehen. Meiden von Grillen, stark anbraten, Frittieren. Speisen mit viel Kräutern würzen.
Ausreichende Flüssigkeitszufuhr, 1,5-2 Liter pro Tag.

  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Glutensensitive Enteropathie (Zöliakie)
Als Alternative zu den glutenhaltigen Getreidearten ausdrücklich erlaubt sind Hirse, Mais, Reis, Amarant, Tapioka, Buchweizen, Quinoa, Sojabohnen,, Kastanie, Kochbanane. Ein Teil dieser Arten wird beispielsweise auch zur Herstellung von glutenfreiem Bier verwendet. Ohnehin erlaubt sind Gemüse einschließlich Kartoffeln, Salate, Früchte, Fleisch und Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte.
  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Kolektomie

"Leichte Vollkost"
Der Flüssigkeitsbedarf liegt bei ca. 3 Liter pro Tag. Als Richtwert für eine ausreichende Aufnahme gilt eine Urinmenge von mindestens 1 Liter pro Tag.
Eine Kochsalzaufnahme von 6-9 g pro Tag wird empfohlen. Hier bieten sich gesalzene Fleisch- und Gemüsebrühen an, die gleichzeitig die Flüssigkeitsaufnahme günstig beeinflussen. Der empfohlene Ballaststoffanteil liegt unter 30 g pro Tag, auch eine ballaststoffarme Ernährung mit weniger als 20 g pro Tag ist je nach Situation erforderlich. Stomareizende Lebensmittel sowie faserreiche Lebensmittel sind zu vermeiden um Hautirritationen am Stoma oder dessen Verstopfung zu verhindern. Unterstützung bringt auch hier die Führung eines Tagesbuches oder eines "Beschwerdenprotokolls".

  
Gastrointestinaltrakt - Dünndarm und Dickdarm - Kurzdarmsyndrom

Angegriffene Darmschleimhaut aufbauen, leichtverdauliche Nahrung, Astronautenkost.
Essen Sie langsam und kauen Sie ihr Essen gut. Damit werden Stomablockaden und Blähungen vermieden. Achten Sie auf ausreichend Flüssigkeit von mindestens 2 Litern täglich – allerdings nicht zu den Mahlzeiten, damit eine ausreichende Resorption der Nahrung erfolgen kann – und auch auf deren Temperatur. Zu kalte oder zu heiße Getränke können den Entleerungsrhythmus beschleunigen. Die Fruchtsäure von konzentrierten Fruchtsäften und Essig, aber auch scharfe Gewürze können die Haut in der Umgebung des Stomas reizen. Faserreiche Lebensmittel (Rindfleisch, Spargel, Kohl, Kraut) können den Stomaausgang verstopfen.

  
Gastrointestinaltrakt - Leber, Gallenblase, Gallenwege - Akute und chronische Hepatitis (Entzündung der Leber)
Leichte Vollkost, hochwertiges (pflanzliches) Eiweiß zuführen.
  
Gastrointestinaltrakt - Leber, Gallenblase, Gallenwege - Cholelithiasis (Gallensteine)

5 kleine Mahlzeiten täglich essen, und allzu üppige, fette Mahlzeiten vermeiden. Alkohol vermeiden.
Bei Schmerzen leichte Vollkost

  
Gastrointestinaltrakt - Leber, Gallenblase, Gallenwege - Fettleber
Hochwertiges Eiweiß, leichte Vollkost.
  
Gastrointestinaltrakt - Leber, Gallenblase, Gallenwege - Leberzirrhose

Optimale Versorgung mit Nährstoffen und Energie sichern, individuelle Intoleranzen berücksichtigen, strenges Alkoholverbot!
Abweichungen im Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt ausgleichen, körpereigenen Eiweißabbau verhindern, Enzephalophathie vermeiden. Eiweißreiche Ernährung - pflanzliches Eiweiß ist besser als tierisches Eiweiß

  
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Akute Gastritis

Lebensmittel, die Schmerzen bereiten, meiden.
Tee (Kamille, Malve, Käsepappel, Pfefferminze), Schleimsuppe, Zwieback, trockenes Gebäck.
Anschließend 1-2 Tage leichte Vollkost

  
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Chronische Gastritis

Körperliche Ruhe und ausgeglichene Lebensweise.
Individuelle Kost. Sehr Süßes und fallweise Milch sind Säureblocker.

  
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Magenblutung
Schluckweise kalter, eventuell eisgekühlter Tee, Kalte Schleimsuppen, Kalte Breikost. Nach gestillter Blutung bzw. wenn kein Blut mehr erbrochen wird: Leichte Vollkost - gut gekaut - lauwarm bis kalt.
  
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Ulcus ventriculi und Ulcus duodeni

Antibiotika bei Helicobacterinfektion. Mehrere kleine Mahlzeiten einnehmen. Leichte Vollkost (Vorsicht bei Säurelockern). Nicht rauchen.
Individuelle Unverträglichkeiten beachten.

  
Gastrointestinaltrakt - Magen und Zwölffingerdarm - Zustand nach Magenoperation

Hochwertige Öle erleichtern die Vitaminaufnahme.
Frühdumpingsyndrom: Häufige kleine Mahlzeiten (6-10 Mahlzeiten pro Tag), Flüssigkeiten nicht mit einer Mahlzeit gemeinsam einnehmen, Mahlzeiten langsam und in Ruhe essen, Zucker meiden (hohe Osmolarität), Milch und laktosehältige Produkte nur vorsichtig in die Kost einführen, Trockenes Brot, vor der Mahlzeit gegessen, wirkt positiv, Bei Komplikationen Nach dem Essen hinlegen
Spätdumpingsyndrom: Viele kleine Mahlzeiten, Kein Zucker.

  
Gastrointestinaltrakt - Mundhöhle und Speiseröhre - Mundschleimhautentzündung

Vermeiden Sie Lebensmittel und Speisen mit grober Struktur, an denen Sie lange kauen müssen wie z. B. Zwieback, Knäckebrot. Bei starken Beschwerden sollten Sie flüssige, breiige Speisen bevorzugen. Schneiden Sie feste Speisen vor dem Essen extra klein. Sie können Speisen auch durch den Zusatz von süßen und pikanten Saucen weich machen. Auch der Einsatz von fertig zubereiteter Babynahrung im Glas ist im Einzelfall sinnvoll, da diese sehr mild gewürzt ist. Verzichten Sie nach Möglichkeit auf größere Mengen von Milchspeisen wie Grießbrei oder Milchreis, da sie die Speichelproduktion herabsetzen und zur Verschleimung der Mundhöhle führen können. Fruchtsäurehältiges Obst und Getränke wie Orangen-, Zitronen- oder Grapefruitsaft und auch Früchtetees können zusätzliche Schmerzen verursachen. Karotten- und andere Gemüsesäfte sind säurearm. Lutschen Sie mehrmals täglich gefrorenen Ananassaft, dessen Inhaltsstoffe sich günstig auf die geschädigte Schleimhaut auswirken. Auch gefrorener Salbeitee oder gefrorenes Wasser haben sich bewährt. Kauen Sie zuckerfreie Kaugummis, die Ihre Speichelproduktion anregen. Spülen Sie den Mund nach jeder Mahlzeit mit mildem Salzwasser, Salbei- oder Eibischtee. Verwenden Sie keine handelsüblichen Mundwasser wegen des darin enthaltenen Alkohols. Putzen Sie Ihre Zähne mit einer extraweichen Nylonbürste und verwenden Sie ergänzend ein fluoridreiches Zahngel. Bei Verwendung einer Zahnprothese sollten Sie diese vorübergehend entfernen. Sie sollten auf das Rauchen verzichten. Halten Sie Ihre Lippen durch Vaseline oder Ähnliches geschmeidig.
Bei schmerzhaften Bläschen oder weißen Belägen auf der Zunge bzw. im übrigen Mundbereich, verständigen Sie Ihren Arzt!
Achten Sie darauf, keine heißen Speisen zu essen.

  
Gastrointestinaltrakt - Mundhöhle und Speiseröhre - Ösophaguskarzinom (Speiseröhrenkrebs)
Richtet sich nach dem Zustand (weich, flüssig, Sondennahrung). Leichte Vollkost. Entzündungshemmende Tees (z.B.: Kamille, Salbei).
  
Gastrointestinaltrakt - Mundhöhle und Speiseröhre - Reflüxösophagitis (Sodbrennen)

Vermeiden Sie große Mahlzeiten! Besser ist, alle 2 Stunden eine kleine Jause einzunehmen. Die Suppe ist als eine separate Mahlzeit anzusehen. Genießen Sie Ihr Essen in Ruhe und kauen Sie gut. Zucker, Koffein, Alkohol und Nikotin führen zu vermehrter Magensaftproduktion, die Beschwerden machen kann. Große Fettmengen im Essen bleiben besonders lange im Magen liegen. Vermeiden Sie deshalb übermäßig gesüßte und stark fetthaltige Speisen. Kalte Getränke können ebenso Sodbrennen verursachen.
Ist die Speiseröhre entzündet, können scharfe Gewürze den Schmerz verschlimmern.

  
spezielle Krankheiten - Phenylketonurie (PKU)

Phenylalanin (Phe) kommt in allen eiweißhältigen Lebensmitteln vor und ist eine essenzielle Aminosäure. In individuell abgestimmter Menge können deshalb auch PKU-Betroffene Phenylalanin mit der Nahrung aufnehmen. Diese Menge wird durch regelmäßige Kontrollen von der Diätologin festgelegt und darf durch die tägliche Kost nicht überschritten werden. Jedes Ph-haltige Lebensmittel muss in der Diät ausgerechnet werden. Im Prinzip entspricht die phenylalaninarme Ernährung einer streng eiweißarmen Diät. Eiweiß ist aber im Kindesalter besonders notwendig. Mit einem Spezialgemisch aus Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen werden die fehlenden Stoffe bei PKU substituiert.
Um PKU-Betroffenen die Einhaltung der Diät zu erleichtern, gibt es eiweißarme (Ph-arme) Spezialprodukte. Diese sichern ein ausreichendes Angebot an Grundnahrungsmitteln.
Geeignete Lebensmittel in der phenylalaninarmen Diät
- Eiweißarme Diätprodukte: Brot, Gebäck, Mehlmischungen, Spezialgrieß, Teigwaren
- Obst, Gemüse
- Butter, Margarine, Obers
- Kartoffeln
- Konfitüre, Gelee
Diese Lebensmittel enthalten wenig Eiweiß. Der Ph-Gehalt ist definiert und kann aus Lebensmittellisten entnommen und in den Diätplan eingerechnet werden.
Ebenfalls geeignet sind Lebensmittel ohne Phenylalanin wie
- Zucker, Traubenzucker, Honig
- Öl, Frittierfette, reine Fette
- Drops, Lutscher
- Limonade, Cola, Mineralwasser, Tee, Kaffee

  
spezielle Krankheiten - Rheumatische Gelenkserkrankungen

Fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag sowie der regelmäßige Verzehr von Hülsenfrüchten versorgen den Körper mit ausreichend Antioxidantien wie Vitamin C, Vitamin E, Beta-Karotin und Selen. Diese Stoffe fangen aggressive Sauerstoffradikale ab, die bei entzündlichen Prozessen vermehrt gebildet werden. Verwenden Sie wertvolle Pflanzenöle wie Raps-, Soja- und Walnussöl und ein Vitamin-E-reiches Streichfett wie etwa Margarine. Zwei Seefischmahlzeiten pro Woche können sich aufgrund der günstigen Fettsäurezusammensetzung ebenfalls positiv auf das Krankheitsbild auswirken.
Vor allem Lachs, Hering und Makrele enthalten große Mengen Omega-3-Fettsäuren, denen eine entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben wird.

  
Stoffwechsel - Adipositas (Übergewicht)

Essen und Lebensgewohnheiten überprüfen
- Nahrungszufuhr reduzieren, keine zu rasche Gewichtsabnahme
- Energiereduzierte Mischkost nach den 10 Regeln der DGE
Vorsicht:
Naschen regt das Hungergefühl an!
Keine Appetitzügler, keine Abführmittel!
Anforderungen an die energiereduzierte Mischkost
1. Fettanteil im Körper muss sinken
2. Bedarf an essenziellen Nährstoffen muss gedeckt sein
3. Kostform muss sich zur Langzeitbehandlung eignen
Versuchen Sie, täglich 2 Liter Wasser oder ungezuckerten Tee zu trinken. Beginnen Sie möglichst jede Mahlzeit mit einem Salat.

  
Stoffwechsel - Diabetes mellitus

Typ I Diabetiker müssen das fehlende Insulin spritzen und je nach verordneter Insulinmenge entsprechende Broteinheiten (BE) berechnen und zu sich nehmen. Für die Ernährungstherapie stehen BE-Austauschtabellen zur Verfügung, die den Umgang mit der Erkrankung erheblich erleichtern.
Ziel in der Ernährungstherapie eines Typ II Diabetiker ist es die Insulinausschüttung so niedrig wie möglich zu halten um gespeicherte Energie besser umsetzen, Hungergefühle vermeiden und so die Gewichtsabnahme fördern zu können.
Grundlage bildet daher eine gesunde, ausgewogene Mischkost nach den 10 Regeln der DGE wobei auf leicht resorbierbare Kohlenhydrate möglichst verzichtet werden sollte. Vollkornprodukte, reichlich Gemüse und moderater Verzehr von Obst- und Obsterzeugnissen stehen dabei im Vordergrund.
Für beide Diabetes-Typen wird ein moderater Umgang mit Zucker empfohlen (< 10 % der Tagesenergiemenge - nicht in reiner – isolierter - Form). Achtung: Auch Honig besteht zu 80 % aus Zucker. Zuckeraustauschstoffe (Fruktose, Zuckeralkohole) erhöhen den BZ zwar langsamer, haben jedoch dieselben kcal und den gleichen Effekt wie reiner Zucker – sie sind daher zu meiden. Künstliche Süßstoffe haben keine kcal, sollten jedoch nicht übermäßig konsumiert werden (ADI-Werte). Stevia-Pflanze (Süßkraut) als Süßstoff nach Rücksprache mit dem Arzt oder Therapeuten auf eigene Gefahr verwendbar.

  
Stoffwechsel - Essstörungen (Untergewicht)

Beginnen Sie mit einem reichhaltigen Frühstück, da am Morgen der Appetit meist am stärksten ist. Planen Sie häufige Zwischenmahlzeiten ein wie z. B. Sahnepudding, Cremeeis, Schokoriegel, Studentenfutter, Salzgebäck, Erdnüsse u. Ä. Versuchen Sie bei Ihren Rezepten Wasser durch Schlagobers oder Milch zu ersetzen. So können Püree, Cremesuppen, Knödel, Palatschinken u. Ä. kalorienreicher werden. Sesam-, Walnuss-, Sonnenblumen- oder Kürbiskerne sowie geriebener Käse in Suppen, Aufläufen oder auch Salaten liefern zusätzliche Kalorien. Legieren Sie Suppen mit Ei. Süßen Sie Kompotte und Getränke mit Honig oder Traubenzucker. Mit Maltodextrin (Apotheke) können sie ihre Getränke, Kompotte, Saucen etc. mit Kalorien anreichern. Maltodextrin ist ein geschmacksneutrales, koch- und backstabiles Stärkepulver.
Falls Ihr Arzt Ihnen eiweißreiche Kost verordnet hat, denken Sie an Joghurt, Topfen, Fru-fru oder Käse und auch Eier. Eiweißkonzentrate aus der Apotheke können hilfreich sein. Kartoffel-Ei-Kombinationen wie Kartoffelteig, Kartoffelstrudel mit Ei, Kartoffelpuffer, legierte Kartoffelsuppe oder auch ein Weizen-Milch-Gemisch wie z. B. bei Eiernockerln, Käsespätzle, Grießbrei sind sinnvoll. Energie- und Eiweißoptimierung liefern auch industriell hergestellte Trink- und Zusatznahrungen. Diese können in verschiedensten Geschmacksrichtungen getrunken werden.

  
Stoffwechsel - Fettstoffwechsel - Hypercholesterinämie (erhöhter Cholesterinspiegel)
Ein erhöhter Cholesterinspiegel lässt sich eigentlich ganz leicht senken – man muss „nur": Übergewicht abbauen, tierische Fett durch pflanzliche Fette ersetzen, verstärkt ungesättigte Fettsäuren aufnehmen (z. B. Leinöl, Walnussöl, Rapsöl, Distelöl, Olivenöl, Meeresfische), reichliche Ballaststoffe in den Tagesspeiseplan einbauen, Sport treiben bzw. viel bewegen, keinen Alkohol trinken (außer einem 1/8 L Rotwein pro Tag), nicht rauchen
  
Stoffwechsel - Herz- und Kreislauf - Arteriosklerose (Arteriosklerose, Arterienverkalkung) und Infakt

Blutfettwerte in den Normbereich bringen.
Regelmäßige Bewegung, Hypertonie behandeln.
Normalgewicht erreichen
Hochwertiges Fett verwenden (Rapsöl, Olivenöl, Leinöl, Walnussöl)

  
Stoffwechsel - Herz- und Kreislauf - Herzinsuffizienz
Natrium einschränken (besonders bei Odeuren, 3-5 g Salz, dies entspricht 1,5-2,5 g Na) Kalium erhöhen, Flüssigkeit einschränken. (Banane, Kartoffeln, Obstsäfte, Nüsse, Samen, Schokolade, Spinat, Rukkola, Pilze, Maroni).
  
Stoffwechsel - Herz- und Kreislauf - Hypertonie (Bluthochdruck)
Harntreibende Lebensmittel, fettarme Ernährung, Gewichtsreduktion sofern Übergewicht besteht, weniger Salz.
  
Stoffwechsel - Hyperurikämie und Gicht

Purinarme Kost < 300 mg Harnsäure pro Tag (2.000 mg pro Woche)
- Alkohol meiden
- Gewicht normalisieren
- Ovolaktovegetarische Kost (Ovo = Ei, Lakto = Milch, Milchprodukte)
- Sofern keine andere Verordnung vorliegt, soll ausreichend getrunken werden (mindestens 2 l pro Tag)!
Milch und Milchprodukte sowie Eier sind purinfrei bzw. sehr purinarm. Sie eignen sich besonders als Proteinquelle, da reines Eiweiß die Harnsäureausscheidung über die Niere fördert. Vollkornprodukte sind purinarm und daher gut geeignet!
Purinfreie bzw. purinarme Lebensmittel und Lebensmittel, die Purin in einer Form enthalten, die nicht zu Harnsäure abgebaut wird:
Gemüse, Kartoffeln, Obst, Nudeln, Reis, , Brot., Milchprodukte: Getränke: Fruchtsäfte, Gemüsesäfte, Kakao, Kaffee, Milch, Mineralwasser, Tee. Eier,

  
veränderter Nährstoffbedarf - bei Fieber

Die Kost soll reich an Flüssigkeit, Kochsalz und Kalium sein. Die Trinkmenge ist so zu gestalten, dass man für den Erwachsenen etwas über zwei Liter veranschlagt und pro Grad Übertemperatur 1/2 Liter dazurechnet.
Elektrolytgetränke verwenden

  
veränderter Nährstoffbedarf - bei malignen Erkrankungen

Ernährungsanamnese, um bisherige Essgewohnheiten, Nährstoffversorgung, Vorlieben für bestimmte Speisen und Getränke, Aversionen, Intoleranzen, Störungen des Geschmackssinnes oder Probleme beim Schlucken zu berücksichtigen.
Bedarfsangepasste Erhöhung der Nahrungszufuhr
Eiweiß 1,3-2 g pro kg Normalgewicht
Fett 1,5-2 g pro kg Normalgewicht
Kohlenhydrate 4-7 g pro kg Normalgewicht
Kalorien 35-40 kcal pro kg Normalgewicht
Vitaminsubstitution nach Absprache mit dem behandelnden Arzt

  
veränderter Nährstoffbedarf - nach Verbrennungen

- Mit total parenteraler Ernährung (akute Schockphase) beginnen
- Schrittweiser Übergang auf hochkalorische Sondenernährung, je nach Schluckfähigkeit, Appetit und Toleranz orale Ernährung
- Leicht verdauliche Speisen in geeigneter Konsistenz (eventuell Flüssig- oder Breikost)
- Reichlich Flüssigkeit
- Kalorien (35-45 kcal/kg Körpergewicht) erhöhen
- Eiweißbedarf erhöht - eiweißreiche Zusatznahrung (2-3 g pro kg KG)
- Häufige, kleine Mahlzeiten (energie- und eiweißreiche Zwischenmahlzeiten!)
- Vitaminsubstitution

  
veränderter Nährstoffbedarf - Strahlen- und Chemotherapie
Bei der Strahlentherapie ist auf eine ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung zu achten, wobei in der Ernährungstherapie auf die individuell auftretenden Symptome eingegangen werden muss. Weiteres Hauptaugenmerk ist auf die oft auftretende Mangelernährung zu legen. Eine gesunde, ausgewogene Mischkost soll dabei alle notwendigen Nährstoffe sowie Vitamine und Mineralstoffe liefern, wobei besonders auf die ausreichende Eiweißzufuhr geachtet werden muss.
  
Low-Cab-Ernährung
  

 

 

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